1 Theater im Keller - SPIELPLAN

DETAILINFOS:

Shortcuts 22 Martin G. Wanko

Shortcuts 22

Regie: Alfred Haidacher

Premiere: 12.11.2022

Termine:

Sonntag 27.11.2022 20 Uhr
Freitag 02.12.2022 20 Uhr
Sonntag 04.12.2022 20 Uhr
Sonntag 11.12.2022 20 Uhr
Mittwoch 11.01.2023 20 Uhr
Donnerstag 12.01.2023 20 Uhr
Freitag 13.01.2023 20 Uhr
Samstag 14.01.2023 20 Uhr
Mittwoch 18.01.2023 20 Uhr
Donnerstag 19.01.2023 20 Uhr
Freitag 20.01.2023 20 Uhr
Samstag 21.01.2023 20 Uhr


» KARTENRESERVIERUNG

Mit: Tamara Belic, Stephanie Laurich, Alissa Totz, Eva Weutz, Alfred Haidacher, Alexander Lainer, Leo Weingerl

Kostüme: Eva Weutz
Technik: Peter Spall
Bühne und Regie: Alfred Haidacher

Ein kleines Stück zur Zeit hat der Grazer Autor Martin G. Wanko mit „Shortcuts 22“ verfasst. Das sattsam bekannte Virus ist der Hauptakteur, der nie auftaucht, aber in den Handlungen der Protagonisten doch eine wesentliche Rolle spielt. Das Virus ist ein Schatten, dem man nicht entkommen kann, also versucht man mit ihm zu leben. Ohne zu werten, schaut Wanko auf die Bühne des täglichen Lebens, auf den Schauplatz der alltäglichen menschlichen Komödie und zeigt, wie teils lustvoll, teils in tiefer Sorge und auch ein bisschen unverschämt die Menschen mit dem Virus leben. Und ja, es zeigt sich, dass die Maske auch für manche eine Befreiung sein kann. Schlaglichtartig verfolgt Wanko Begegnungen von Paaren, die sich der Vorsicht unterwerfen, von Menschen, die einander begegnen, ohne Barrieren zwischen sich spüren zu wollen. Von Menschen, die allein mit sich und ihrer Wein-Expertise sehr gut zurecht zu kommen glauben und von manchen, die – wegen tiefsitzender Komplexe in der Maske eine Möglichkeit sehen, anderen ohne Angst begegnen zu können – allerdings nicht wegen des Virus, sondern wegen der Sorge ums eigene als nicht gut genug empfundene Aussehen.  Der Autor vernetzt die Szenen gekonnt zu einem Ganzen, und am Ende des Stücks kommt es zumindest zu einer vorsichtigen Morgenröte: Ein vertrauensvolles Aufeinander zugehen wird der nächste wesentliche Schritt sein müssen, auch im Theater, auf der Bühne und im Publikumsraum. Fast zärtlich beobachtet Wanko seine unterschiedlichen Charaktere, die vor dem Hintergrund des Unnormalen manchmal fast erstaunliche Normalität für sich selbst zu entwickeln verstehen. Und manchmal findet diese „erkämpfte“ Normalität auch einen Weg in die zwischenmenschlichen Beziehungen der unterschiedlichsten Art. Ein durchaus ernstes Thema, das der Autor mit Respekt, aber auch mit viel Humor behandelt.

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